Hannover
Das Schauspielensemble der Schnellen Kulturellen Eingreiftruppe (S.K.E.T.) ist mit dem Stück: „Hoppla, wir sterben - Rheinmetall eine deutsche Geschichte“ zu Gast in Hannover. Sie nehmen das Publikum mit in den Salat der vergangenen Jahrzehnte und erzählen uns die Geschichte eines der unangenehmsten Unternehmen: Rheinmetall, einer der größten Waffenexporteure der Welt. Krieg und Kapitalismus: ein eng verknüpftes Trauerspiel. Ernst Toller formulierte es vor 100 Jahren, kurz nach dem Ersten Weltkrieg und der verlorenen Revolution von 1918 so: „Hoppla, wir leben!“ Nachdem die Atomwaffen gebaut wurden und Ende des letzten Jahrhunderts eigentlich wieder im Schrank verschwinden sollten, singen wir nun zurück: „Hoppla, wir sterben!“
Die Zuschauer*innen haben vor dem Stück die Gelegenheit, die Ausstellung „Weg der Erinnerung“ zur Zwangsarbeit bei Rheinmetall zu sehen. Die Ausstellung dokumentiert insbesondere die Situation des firmeneigenen KZ Tannenberg in der Nähe von Unterlüß. Von Sommer 1944 bis März 1945 waren hier 900 osteuropäische jüdische Frauen inhaftiert. Sie mussten Zwangsarbeit für den Rüstungskonzern leisten.
Vorverkauf im annabee buchladen (Stephanusstr. 12-14, Linden-Mitte) und im Infoladen Kornstraße (Kornstr. 30, Nordstadt)
Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover und Rheinmetall Entwaffnen.